Das "Schwäbische Meer"
Der Bodensee ist der größte Binnensee Deutschlands und gehört zu den beliebtesten Ferienregionen in Deutschland. Er hat eine Gesamtfläche von 572 km² und wird auch umgangssprachlich als das "Schwäbische Meer" bezeichnet. Nicht nur die Schönheit der umgebenden Landschaft mit der südlichen Gebirgskulisse, sondern auch das
Tipp: Rund um den Bodensee führen auf unterschiedlichen Höhenlagen Wanderwege und Radwege entlang. Der gesamte Bodensee ist für Wanderer und Radfahrer ein regelrechtes Paradies. Da man leicht von einem Ort zum nächsten gelangt, kann man etappenweise seine Strecke zurücklegen und in verschiedenen Orten in Hotels, Pensionen oder auf einem Campingplatz übernachten.Einige der Orte und Landschaften auf der deutschen Seite des Bodensees wollen wir Ihnen hier kurz vorstellen:
Der Hegau erstreckt sich nordwestlich vom Bodensee, hier befindet sich mit dem Hauptort Singen eine der ältesten Kulturlandschaften Deutschlands. Der Hegau hat seinen landschaftlichen Reiz durch zwei Vulkanreihen. Sehenswerte Orte sind Engen und Tengen. Vom Bodensee aus ist es ein Katzensprung in den Hegau.
Der Hohentwiel erstreckt sich auf dem gleichnamigen Vulkankegel und ist die größte Festungsruine Deutschlands. Das Gelände ist heute als Naturschutzgebiet ausgewiesen, hier erlebt man eine Mischung aus Kultur und Natur, die seinesgleichen nur schwer zu finden ist. Direkt am Bodensee, genauer gesagt am Zeller See, liegt die Stadt Radolfzell. Die Altstadt ist besonders malerisch, hier wandelt man durch verwinkelte Gassen und es sind noch viele Adels- und Patrizierhäuser erhalten. Inmitten der Altstadt von Radolfzell befindet sich der Marktplatz mit dem Ratoldusbrunnen. Dort steht auch das gotische Münster, welches 1463 erbaut wurde. Zum Stadtgebiet von Radolfzell am Bodensee gehört außerdem die Halbinsel Mettnau, hier kann man kuren und kneippen. Östlich des Ortes liegt die Insel Reichenau, auf der sich ein bedeutendes Kloster befindet.
Wer Urlaub am Bodenseee macht, sollte auf jeden Fall auch der Insel Mainau einen Besuch abstatten. Die Insel ist bekannt als "Blumeninsel", beeindruckende Parkanlagen und Gartengesatltungen mit tropischer und subtropischer Vegetation ziehen Jahr für Jahr viele Besucher an. Ebenso kann ein Schmetterlingshaus besichtigt werden. Die Insel gehört einer Stiftung, diese wird von der Grafenfamilie Bernadotte geleitet.
Überlingen am Bodensee bietet dem Besucher nicht nur Kneipp-Heilkuren, sondern auch eine hübsche Innenstadt mit Sehenswürdigkeiten, wie z.B. das Städtische Museum, das hübsche Rathaus oder das gotische Münster. Nicht weit von Überlingen befindet sich das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen, hier wurden direkt am Bodensee Ufer Pfahlbausiedlungen aus der Stein- und Bronzezeit rekonstruiert. Der malerische Ort Meersburg zählt zu den Hauptorten des Fremdenverkehrs am Bodensee. Die Unterstadt ist der älteste Teil des Ortes, direkt am Ufer des Bodensees verläuft eine schöne Promenade. in der Oberstadt befindet sich die "Meersburg", die älteste bewohnte Burg Deutschlands. Hier lebte auch die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff.
Friedrichshafen ist nach Konstanz der zweitgrößte Ort am Bodensee und Sitz verschiedener Industriebranchen. Am Hafen befindet sich das Zeppelin-Museum, der Besucher erfährt hier alles zur Geschichte der Luftschiffahrt. Vom Jachthafen von Friedrichshafen hat man einen schöne Ausblick auf den Bodensee und die Alpen.
Lindau gehört zum bayerischen Teil des Bodensees, die Altstadt liegt malerisch auf einer Insel, man erreicht sie vom Festland aus über eine Seebrücke. Ursprünglich war Lindau am Bodensee eine Fischersiedlung, die später durch Handel und Schifffahrt zu Reichtum kam. Die Wahrzeichen von Lindau sind der 6 Meter hohe bayerische Löwe sowie ein Leuchtturm, die beide auf den Molen an der Hafeneinfahrt stehen. Lohnenswert ist ein Spaziergang durch die Altstadt und auf dem Uferweg rings um die Inselstadt, von hier aus hat man herrliche Ausblicke.