Kreuzberg und Friedrichshain - Alternatives Leben
Berlin Kreuzberg, das war über einen langen Zeitraum der Inbegriff für alternative Lebensweise. Jährlich zum 1. Mai fand und findet hier auch Randale der linken Autonomen statt, so dass der Stadtteil auch aus weniger ruhmreichen Anlässen immer bekannter wurde. Zu Zeiten der Berliner Mauer hatte Berlin Kreuzberg eine absolute Randlage und stieß an mehreren Seiten direkt an die Grenze. Heute liegt der Stadteil zentral in Berlin und grenzt an den neuen Szenebezirk Friedrichshain. Kreuzberg und Friedrichshain bilden heute einen gemeinsamen Verwaltungsbezirk.
Der Stadteil verdankt seinen Namen dem 66 m hohem Kreuzberg. Auf seinem Gipfel steht ein von Schinkel entworfenes Denkmal für die Befreiungskriege. Hier wird übrigens sogar Wein angebaut!
In Kreuzberg befindet sich auch das Deutsche Technikmuseum, auf einem ehemaligem Bahngeände gelegen kann man hier Ausstellungsstücke aus der Luftfahrt, dem Schienen- und Straßenverkehr, Maschinenbau, Druck, Elektronik sowie aus dem Haushalt besichtigen.
Ein weiteres Museum in Kreuzberg ist das Jüdische Museum. Schon allein die eigenwillige Architektur ließ das Museum bekannt werden. Der Museumsbesucher erfährt dort alles über die Geschichte des Judentums in Deutschland.
Die einzige Verbindung zwischen Kreuzberg und Friedrichshain besteht in der Oberbaumbrücke, die über die Spree führt. Die Oberbaumbrücke zeichnet sich durch Märkische Backsteingotik aus. Über die Brücke fährt auch die Berliner U-Bahn.
Der angrenzende Stadtteil Friedrichshain ist schon seit Jahren dabei, Kreuzberg den Rang als Szeneviertel streitig zu machen. In Friedrichshain entstand viel neues Leben. Hier zogen viele junge Menschen her, rund um die Simon-Dach-Straße entstand ein gemütliches Kneipenviertel. In den Sommermonaten sitzen viele Menschen draußen auf den breiten Gehsteigen und genießen in geselliger Atmosphäre das gastronomische Angebot.
Friedrichshain hat auch einen großen Volkspark, eine der größten Parkanlagen innerhalb Berlins.