Hamburg / Der Hamburger Michel

Der Michel, ein Wahrzeichen Hamburgs


Der Michel in Hamburg ist schon von weitem zu sehen und heißt eigentlich St. Michaelis Kirche. Der Hamburger Michel mit seinem markantem Turm gehört zu den bedeutendsten Barock-kirchen in Norddeutschland.

zwischen 1750 und 1752 wurde die Kirche von Ernst Georg Sonnin im Barockstil erbaut. Wenige Jahre später erhielt der Hamburger Michel seinen Turm in Holz, mit der prägnanten Kupferverkleidung. 1906 brach bei Lötarbeiten ein verheerender Brand aus und die Michaelis Kirche wurde komplett vernichtet. Man hat sich danach sofort ans Werk gemacht, um den Michel nach den ursprünglichen Plänen wieder aufzubauen, allerdings mit Stahl und Beton als Baumaterialien. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Kirche in Mitleidenschaft gezogen, jedoch später wieder renoviert.

Der Michel ist in Kreuzform gebaut und wird von vier gewaltigen Pfeilern getragen. Der Altar stammt aus dem Jahr 1910 und zieht sofort die Blicke des Besuchers auf sich. Die Kanzel wirkt wie ein geschwungener Kelch frei im Raum, sie ziert den Altarraum. Die größte der drei Orgeln im Michel besteht aus 6665 Pfeifen, 85 Registern und fünf Manualen. Der Innenraum der Kirche ist in den Farben weiß und gold gehalten und bietet für 2.500 Menschen Platz. Neben den Gottesdiensten finden im Michel häufig Konzerte statt. Im Gruftgewölbe unterhalb der Michaeliskirche kann man die Dauerausstellung "Michaelitica" besichtigen. Hier sind Dokumente über den Bau und die Geschichte der Michaeliskirche zu sehen.

Wer gut zu Fuß ist, kann sich auf die 83 m hohe Aussichtsplattform des Michel begeben. Zwar gibt es einen Lift, jedoch hat man dann trotzdem noch 53 Treppenstufen zu bewältigen. Wer den Lift nicht nutzen möchte, muss 400 Treppenstufen dazurechnen. Die Mühe lohnt sich, denn vom Turm des Michel hat man einen atemberaubenden Blick auf die gesamte Stadt Hamburg