Rheinsberg - Märkische Kleinstadt mit hübschem Schloss
Rheinsberg liegt von Berlin aus 75 km entfernt in nordwestlicher Richtung. Der kleine Ort hat 10.000 Einwohner und liegt in einer seen- und waldreichen Landschaft.
Auch Kurt Tucholsky weilte später hier, in seiner Erzählung "Rheinsberg - ein Bilderbuch für Verliebte" verewigte er den Ort. Zu DDR-Zeiten wurde das Schloss als Sanatorium genutzt, heute ist es als Museum der Öffentlichkeit zugänglich.
Das Schloss, welches zwischen 1734 und 1740 nach den Plänen von Kemmeter und Knobelsdorff gebaut wurde, weist Formen des Rokoko auf und bezaubert den Besucher Im Inneren ganz besonders durch Spiegelsaal mit einem Deckenbild von Antoine Pesne.
Der musisch talentierte Friedrich machte Rheinsberg zu einem Treffpunkt von Künstlern. Auch heute noch finden hier jedes Jahr Opernaufführungen statt. Die Stadt Rheinsberg wurde nach einem Brand 1740 nach Plänen von Knobelsdorff neu errichtet und weist ein regelmäßiges Straßennetz auf, aus dieser Zeit stammen auch noch friderizianische Bauwerke.
Die Umgebung von Rheinsberg ist malerisch. Von hier aus in nördliche Richtung gelangt man nach Zechlinerhütte, dort gibt es eine Erinnerungsstätte für den Geologen Alfred Wegener, dem Pionier der Polarforschung und Begründer der Kontinentalverschiebungstheorie.
Südlich von Rheinsberg am Ruppiner See liegt das Städtchen Neuruppin mit 32.000 Einwohnern. Der Geburtsort von Theodor Fontane und Karl Friedrich Schinkel liegt am Ruppiner See, dieser ist ein beliebtes Ausflugsziel, auf dem See werden Dampferfahrten angeboten. Die Ruppiner Schweiz mit einer von Kiefernwäldern bedeckten Fläche, viele Wasserstraßen und kleine Seen machen die Gegend für Erholungssuchende besonders anziehend.