Bremen / Das Rathaus und der Roland

Welterbe Rathaus und Roland von Bremen


Das Rathaus von Bremen und der Bremer Roland gehören gemeinsam zum UNESCO Welterbe und stellen ein Zeugnis für die Entwicklung bürgerlicher Rechte und Autonomie dar.

Das Rathaus von Bremen wurde zwischen 1405 und 1408 erbaut. Es ist das einzige Rathaus des Spätmittelalters in Europa, welches nie zerstört wurde. Seit seinem Bau hat es stets seine Authenzität bewahrt und seinen ursprünglichen Zustand immer erhalten. Das Rathaus in Bremen hat zwei übereinanderliegende Rathausshallen. Die obere Halle dient repräsentativen Zwecken, die untere Rathaushalle war für das "Marktvolk" bestimmt, heutzutage für alle Bürger der Stadt. Damit war es für die Bevölkerung stets möglich, in Kontakt mit der Regierung zu kommen, was sich bis heute erhalten hat. Das Bremer Rathaus weist einen besonderen künstlerischen und stilistischen Wert auf. Die Hauptfassade ist im Stil der Weser-Renaissance gehalten. Symbolhafte Sandsteinfiguren zieren das Rathaus heute noch genau wie damals. Sowohl die Architektur als auch die Skulpturen stellen die vom Rat praktizierte Politik dar, die Bauweise des Rathauses verdeutlichte damals ein hohes Maß an Selbstbewusstsein mit bürgerlichem Anspruch. Die Sandsteinfiguren symbolisieren auch die Beziehung zum Kaisertum und Erzbistum.

Der steinerne Bremer Roland auf dem Marktplatz ist die symbolträchtigste Figur. Der Roland steht mitten auf dem Marktplatz und wurde 1404 errichtet. Bei einer Höhe von 5,5 Metern ist es die älteste derartige Statue in Deutschland. Der Roland stellt das Symbol für Freiheit und Marktrecht dar und bildet den Marktgrafen Roland der Bretagne ab, einen Begleiter von Kaiser Karl dem Großen. Mit der Staue sollte verdeutlicht werden, dass der Kaiser der Gründer der Stadt ist und ihr alle Rechte verlieh.

Der Roland und das Rathaus von Bremen stellen gemeinsam die bürgerliche Autonomie und Souveränität dar, bis heute symbolisieren sie den eigenständigen Status Bremens.