Das Schloss Sanssouci mit seiner großen Parkanlage
Das Schloss Sanssouci wird auch das preußische Versailles genannt. Friedrich II. lebte dort nach seinen privaten Bedürfnissen. Er gab dem Schloss den Namen Sanssouci, was auf französisch so viel wie "ohne Sorge" heißt. Denn hier wollte der König allein seinen musischen und philosophischen Neigungen nachgehen. Das Schloss Sanssouci war nur für ihn und einige Gäste bestimmt als Sommerresidenz. Nicht einmal seine Frau hatte Zutritt zum Schloss. Friedrich II. lebte in der Regel zwischen April und Oktober in Sanssouci, außer es herrschten Kriegszeiten.
Vor dem Schloss Sanssouci befindet sich der Kolonnadenhof, auf der anderen Seite des Schlosses gelangt man zur Weinbergterasse. Hier wachsen auf sechs Ebenen Weinreben, Feigen, Aprikosen und Pflaumen in verglasten Nischen. Von hier erstreckt sich auch der 290 ha große Schlosspark, welcher von Peter Lenné gestaltet wurde. Der Park besteht nicht nur aus vielen verschiedenen Gartenanlagen unterschiedlichster Gestaltung, sondern auch aus weiteren Schlössern und Gebäuden. Westlich vom Schloss stehen die Neuen Kammern, die als Gästehaus dienten, und die Historische Mühle. Auf der großen Anlage befinden sich außerdem die Orangerie, das Drachenhaus, welches als Wohnstätte für den königlichen Winzer diente, die Römischen Bäder, das Chinesische Teehaus sowie das Schloss Charlottenhof un die Friedenskirche.
Neben dem Schloss befindet sich übrigens das Grabmal Friedrichs des II. Hier wollte er sich mit seinen Hunden beisetzen lassen. Auf dem Grabstein liegen immer ein paar Kartoffeln, die Knolle hatte Friedrich in Preußen eingeführt.